
Bei der Glasherstellung verschlechtert sich die Haftung des Klebers, wenn die Wärme zu spät, ungleichmäßig oder einfach zu langsam zugeführt wird. Bei der Verwendung von EVA- und SGP-Laminaten muss die Wärme schnell und stark auf das Klebeband wirken, dabei muss die gewünschte Temperatur konstant gehalten werden – ohne dass das Glas überhitzt. Konvektionsöfen verlängern die Bearbeitungszeit. Herkömmliche Halogenlampen erzeugen heiße und kalte Stellen, was zu optischen Verzerrungen führt – oder noch schlimmer: zur Trennung der Schichten, was erst nach der Inspektion bemerkt wird.
Was technisch wichtig ist:
Wir haben die Infrarotlampe für die Glasherstellung so konstruiert, dass sie Kurzwellen-NIR-Emitter in einer Quarzhülle verwendet. Das Spektrum ist so abgestimmt, dass die Energie in die Zwischenschicht gelangt und nicht auf die Glassurface. Die maximale Leistung tritt bereits innerhalb weniger Sekunden ein, nicht erst nach Minuten. Der Lampenkörper ist kompakt, sodass er problemlos in Maschinen integriert werden kann. Die Standardmontage und die Anschlussmöglichkeiten ermöglichen eine Integration in gängige Laminierpressen sowie Autoklaven. Die Ausgangsleistung bleibt über 5.000 Uhr stabil – außerdem wird eine konstante Temperatur gewährleistet.
In der Produktion bedeutet das kürzere Bearbeitungszeiten und eine höhere Ausbeute. Die Wärmewelle ist gleichmäßig über die gesamte Glasscheibe verteilt, sodass das Klebermaterial gleichmäßig fließt – es kommt weder zu Überhitzung an den Rändern noch zu unvollständiger Aushärtung in der Mitte. Dadurch wird die Verklebung beschleunigt, es wird weniger Energie pro Charge benötigt, und es entstehen weniger Ausschussprodukte aufgrund von thermischem Stress oder optischen Defekten. Zudem bleibt die Lampe kühl genug, damit die umliegenden Komponenten sowie die Steuerelemente in einem sicheren Temperaturbereich bleiben – dadurch entstehen weniger Stillstände für Wartungsarbeiten.
Ein wichtiger Punkt bei der Infrarotbeheizung ist die Sichtlinie: Reflektoren müssen richtig ausgerichtet sein. Jede Art von Verschmutzung auf dem Glas oder am Lampenfenster lenkt die Energie ab und führt dazu, dass das Temperaturprofil verzerrt wird. Man sollte mit einer kurzen Aufwärmzeit rechnen, bis die stabile Leistung erreicht ist. Die Leistung sollte außerdem an die Geometrie der zu behandelnden Teile angepasst werden – dicke Zwischenschichten sowie große Glasscheiben erfordern eine höhere Leistungsintensität. Bei Nachrüstungen sollten vor der Installation die Abstände sowie die elektrischen Anforderungen im Einklang mit dem Maschinenrahmen und den Steuerelementen geprüft werden.