
Hören Sie auf, einfach zu raten, wenn es um die Heizfunktion der Glühbirne geht.
Der Kauf einer Infrarotlampe mit mittlerer Wellenlänge aufgrund der Angaben im Datenblatt ist im Grunde genommen ein Risiko.
Ich sehe das ständig: Jemand wählt eine Lampe anhand der Spannung und Leistung aus, setzt sie in die alte Beleuchtungseinheit ein – und verbringt anschließend die nächste Woche damit, herauszufinden, warum das Glas zerbricht oder warum die Wärme nicht bis ins Innere der Lampe vordringt.
Die Zahlen auf dem Datenblatt erzählen jedoch nicht die ganze Wahrheit.
Die Wärme an den richtigen Ort bringen
Infrarotlampen mit mittlerer Wellenlänge sind besonders geeignet, denn sie nutzen die Eigenschaften des Glases, Energie aufzunehmen. Stellen Sie sich vor: Kurzwellenglühbirnen wirken wie Hämmer – schnell und intensiv. Dadurch entstehen oft „heiße“ Stellen an der Außenseite des Glases, während das Innere weiterhin kalt bleibt. Das ist nicht gut.
Wir justieren den Glühfaden sowie den Quarzkörper so, dass die Energie tatsächlich ins Material eindringt. Es geht darum, sicherzustellen, dass die Wärme im Glas bleibt und nicht einfach von der Oberfläche abprallt und somit Energie verschwendet wird.
Der Kompromiss zwischen Leistung und Hardware
Wenn man auf High-Power-Lampen setzt, muss man mit hoher Wärmedichte umgehen. Natürlich ermöglicht eine hohe Spannung eine kompakte Bauweise. Doch dadurch entsteht enormer Druck auf die Reflektoren. Wenn diese Reflektoren etwas oxidiert sind oder nur leicht ausgerichtet sind, geht etwa 30 Prozent der Energie einfach ins Leere.
Außerdem muss man sicherstellen, dass die Verkabelung die notwendige Stromstärke bewältigen kann. Andernfalls überhitzen die Anschlüsse – und dann hat man ein echtes Problem. Es handelt sich dabei um ein feines Gleichgewicht zwischen der gewünschten Leistung und der Leistungsfähigkeit der Ausrüstung.
Warum wir zu Ihnen kommen
Eine Lampe ist nur ein Teil des Systems. Sie ist nicht das Ganze. Die Entfernung zum Glas, der Winkel der Reflektoren, die Luftströmungen – all das spielt eine Rolle. Eine „Standard“-Lampe hat in einem nicht standardmäßigen Umfeld fast immer Schwierigkeiten.
Deshalb bevorzugen wir es, vor Ort thermische Diagnosen durchzuführen. Wir bringen IR-Kameras mit und suchen nach ungewöhnlichen Kältepunkten sowie ungewöhnlichen Temperaturgradienten.
Vielleicht benötigen Sie eine Lampe mit anderer Länge. Vielleicht muss der Emittent nur ein paar Zentimeter verschoben werden. Wir wollen Ihnen nicht einfach nur eine Ersatzlampe verkaufen und dann gehen. Wir möchten vielmehr dafür sorgen, dass die Wärme richtig verteilt wird – damit Sie sich keine Sorgen mehr um kaputtes Glas machen müssen.