
Das Durchtrennen von extrem dickem Glas ist eine schwierige Aufgabe. Wer das schon einmal versucht hat, kennt dieses Gefühl – die Schneidwalzen werden dabei einfach zerstört. Das verursacht viel Stress für die Ausrüstung und führt außerdem zu hohen Kosten für Ersatzteile.
Wir haben eine Lösung gefunden. Wir verwenden Infrarotheizlampen mit hoher Durchdringungskraft, um diese Aufgabe zu erledigen.
So funktioniert es: Die Infrarotenergie wird direkt auf den Schneidweg gerichtet. Dadurch wird die Oberfläche des Glases etwas weicher, was den mechanischen Widerstand verringert. Plötzlich müssen die Schneidwalzen nicht mehr gegen das Glas ankämpfen – sie können einfach durch das Glas gleiten. Dadurch halten die Werkzeuge länger und müssen nicht nach jedem Einsatz ausgetauscht werden.
Die Energie genau dorthin lenken, wo sie benötigt wird
Die meisten Heizlampen sind hier nutzlos, denn die Energie prallt einfach von der Oberfläche ab. Um tatsächlich in das dicke Glas eindringen zu können, braucht man spezielle Infrarotwellenlängen, die vom Silizium aufgenommen werden können.
Es geht dabei darum, die Wärme einige Millimeter tief in das Glas zu bringen. Man will das Glas schließlich nicht schmelzen – das wäre katastrophal. Man möchte das Glas nur etwas weicher machen, damit der Schneidvorgang reibungsloser abläuft.
Energie verschwenden – nein danke!
Eine Heizlampe allein ist im Grunde genommen nur ein Raumheizer. Wenn man die Energie nicht konzentriert, verliert man die Hälfte der Leistung.
Deshalb verwenden wir Reflektoren aus Gold oder Aluminium. Sie leiten den Infrarotstrahl in einen eng gefokussierten Strahl um. Dadurch bleibt die Wärme genau dort, wo der Schnitt erfolgt – somit wird der Rest des Glases nicht beschädigt.
Ein Wort der Vorsicht
Es gibt jedoch einen Haken: Diese Lampen erzeugen eine Menge Wärme. Wenn man nicht auf die Zeit achten tut, kann das Probleme verursachen. Wenn die Lampe zu lange eingeschaltet bleibt, entstehen interne Spannungen im Glas. Dann hat man zwar ein perfekt geschnittenes Stück Glas vor sich – doch es kann sofort wieder splittern. Das ist frustrierend.
Der Trick besteht darin, die Zeitschalter so einzustellen, dass sie zur Geschwindigkeit des Schneidprozesses sowie zur Dicke des Glases passen. Wenn das stimmt, wird ein gewaltiger mechanischer Prozess in einen kontrollierten und einfachen Prozess verwandelt. Weniger Abfall, längere Lebensdauer der Werkzeuge – und viel weniger Stress.